Dein Bart juckt juckt oder schuppt?

Der Bart juckt …
Als langjähriger Bartträger kenne ich das Problem gut:

Wenn dein Bart juckt und sich Schuppen bilden, liegt das oft am Feuchtigkeitshaushalt deiner Haut.

Insgesamt gibt es 7 Ursachen, die du aber ganz einfach mit den richtigen Tricks beheben kannst.

Die Ursachen für Bartjucken und Schuppen (und vor allem die Lösungen dafür!) erfährst du in meinem umfangreichen Mega-Artikel.

Er basiert auf jahrelanger Erfahrung und etlichen Versuchen in meiner Anfangszeit.

Du sparst damit jede Menge Zeit & Energie!

Ob 3-Tage-Bart oder Vollbart – ein Bart ist und bleibt Kult.

Doch egal, wie du ihn tragen willst, er hat nicht von heute auf morgen das Aussehen, das du gerne hättest.

Und er sorgt nicht selten für nervigen Juckreiz, vor allem am Anfang.

Aber etwas Geduld und die richtigen Tipps – und schon geben wir den entscheidenden Anstoß für deinen juckfreien und schuppenfreien Wunschbart!

Also, los geht’s!

Bart juckt Ursache:

Das können die Ursachen sein & das kannst du effektiv gegen einen juckenden Bart tun.

Was tun wenn der Bart juckt?
Warum juckt der Bart beim Wachsen?
Warum schuppt Mein Bart?

Auf diese Fragen findest du hier die besten praxiserprobten Antworten!

Es gibt insgesamt 7 Ursachen für dein Bart jucken:

(Im Anschluss daran erzähle ich dir, wie du alles ziemlich einfach lösen kannst).

1) Feuchtigkeit der Haut:

Wenn deiner Haut Feuchtigkeit fehlt, fängt sie an zu jucken und zu spannen.

Zu heißes Wasser beim Duschen oder Waschen, zu heiß föhnen, zu starke Kälte oder zu wenig Trinken befeuern das Austrocknen deiner Haut.

Warum?

Weil die natürliche Ölschicht beschädigt wird, was Juckreiz verursacht und für Schuppenbildung sorgen kann.

(Ein 3 Tage Bart juckt da übrigens genauso wie ein Vollbart).

Eigentlich bin ich (wie die meisten Männer) eher nicht der Typ, der auf so was achtet, aber für den geliebten Bart lohnt es sich wirklich!

 

2) Vernachlässigte Bartpflege:

Wenn du deinen Bart nicht regelmäßig pflegst bzw. wäschst, können Staub, Trinken- & Essensreste und sogar dein Schweiß für übermäßiges Jucken deines Barts sorgen.

 

3) Bart Styling-Produkte:

Auch die Erfahrung musste ich machen:

Einige Styling-Produkte für den Bart können für Juckreiz und Schuppen sorgen.

Vor allem bei Produkten, die deine Haut austrocknen.

Aber wie immer gilt:
Jeder Körper ist anders.

Das heißt, dass man auch dann reagieren kann, wenn man bestimmte Inhaltsstoffe nicht verträgt (unabhängig von der Qualität des Bartpflege-Produkts).

Es kann also auch nur an einem Stoff liegen, da heißt es dann einfach ausprobieren.

4) Bakterien:

Jaja, das gute alte Bartkratzen.

Ich kenne das sooo gut!

Früher habe ich mir ungelogen alle 5 Minuten in den Bart gefasst.

Ich weiß nicht mal warum, einfach so eine Angewohnheit.

Aber beachte:

Jedes Mal, wenn du dir mit ungewaschenen Händen am Bart kratzt, hilfst du Bakterien und Pilzen dabei, sich bei dir anzusiedeln.

Woher die kommen?

Von Türgriffen, Halteknöpfen in Bussen, Einkaufswägen usw.

Unsere Hände bieten leider die perfekte Lebensgrundlage für Mikroben – klar, dass dein Bart dann anfängt zu jucken!

Und wo Juckreiz ist, sind Schuppen oft nicht weit weg.

(Das heißt jetzt nicht, dass du fanatisch darauf achten sollst, nichts mehr in deiner Umgebung anzufassen.

Gewöhn dir einfach ab, dir ständig am Bart rumzufummeln.

So hat die C-Krise in wenigstens etwas Gutes, so hat man meistens Desinfektionsmittel für die Hände griffbereit.)

5) Wachsende Barthaare:
Vom Rasieren zum Vollbart

Auch wenn man immer von einem juckenden Bart spricht, ist es gar nicht der Bart, der juckt.

Es ist wie oben schon erwähnt deine Gesichtshaut.

Die reagiert auf den Bartwuchs.

(Du kannst dir das vorstellen wie bei deiner Kopfhaut).

Wenn du dich bisher täglich rasiert hast und dann damit aufhörst, wächst dein Bart innerhalb weniger Tage um ein paar Millimeter.

Diese gewachsenen Barthaare wellen sich leicht und die noch starren „Schnittkanten“ reizen deine Haut – das führt zu Juckreiz.

Das Fiese:

Nicht alle Haare wachsen gleich schnell.

Also musst du den Juckreiz aushalten, bis alle Barthaare die Wuchsrichtung geändert haben.

Für jeden, der sich erst vor Kurzem dazu entschlossen hat, unter die Bartträger zu gehen, ist das die erste „Bestandsprobe“.

(Dauert ca. 1-3 Wochen).

Vorsicht! Je mehr du dich kratzt, desto mehr juckt es.

Kopf hoch, es ist noch kein Vollbart vom Himmel gefallen.

Auch wichtig zu wissen:

Diese scharfen Kanten entstehen auch, wenn du minderwertige oder zu alte Rasierapparate, Rasierhobel oder Messer mit stumpfen Klingen benutzt.

Dann entsteht so etwas wie Bartspliss, also wieder scharfe oder brüchige Kanten.

Das kann neben Juckreiz auch für Hautrötungen und Pickeln verantwortlich sein und unter anderem auch für Schuppenbildung.

(Nicht umsonst suchen etliche Männer im Monat mit dem Suchbegriff Bart juckt Pickel oder Bart schuppt was tun…)

6) Krause Bärte jucken öfter als andere. Leider …

In krauseren oder lockigen Barthaaren haben Bakterien sehr guten Halt, was zu Jucken führen kann.

Auch wenn die Haare Richtung Haut wachsen und dort reizen, haben wir wieder das Juck- & Rötungsproblem.

 

7) Selten: Hautkrankheiten

Wenn der Bart juckt, obwohl deine erste Wachstumsphase „überwunden“ ist, könnte eine Hautkrankheit dahinterstecken.

Das ist aber selten und kann über einen Arzt abgeklärt werden.

Lösungen:
Einfache Tipps & Tricks

Was hilft gegen Bartjucken und Bartschuppen?

Trotz allen Strapazen musst Du Deinen Plan nicht aufgeben!

Ich gebe dir hier wertvolle Tipps an die Hand, mit der dein Wunschbart zum Kinderspiel wird.

Du musst ein wenig standhaft bleiben und schon bald belohnt werden.

1) Hör auf zu kratzen!

Wie oben von mir erklärt, kann Kratzen zum einen zu Bakterienansiedlung führen und zum anderen ist es wie mit Mückenstichen.

Erst kommt ein erlösendes Gefühl, ABER DANN… wird es schlimmer.

Du reizt deine Haut damit immer mehr und sorgst vielleicht sogar noch für Bartschuppen.

Den Bart am besten nur während der Pflege anfassen (weiter unten sage ich dazu noch etwas).

Also Finger weg, so schwer es dir fällt!

2) Nicht zu stark mit dem Handtuch trockenrubbeln

Auch das strapaziert deine Haut zu sehr, wenn sie sowieso schon eine auf Diva macht.

Wichtig ist trotzdem, dass du deinen Bart nach dem Waschen gut trocknest.

Am besten tupfst du ihn erst mit einem Handtuch ab und föhnst ihn danach mäßig warm trocken.

3) Nicht an den Barthaaren ziehen

Uuuuuuh, gerade das ist mir schwergefallen.

Hat auch eher weniger mit Jucken zu tun, sondern eher damit, dass es zu ungleichmäßigem Bartwuchs führt.

Und das wollen wir doch nicht, gell?

4) Nicht zu heiß duschen

Zu heißes Wasser mag deine Haut nicht, vor allem nicht deine Gesichtshaut.

(Du erinnerst dich? Wegen der Ölschicht).

Am besten mit lauwarmem Wasser duschen und mit kaltem oder lauwarmem Wasser das Gesicht waschen.

(Okay, nach dem Kratzen ist das der schwierigste Punkt für die meisten, mich mit eingeschlossen).

5) Häufiger Händewaschen als sonst

Das unterstützt dich im Kampf gegen juckreizfördernde Bakterien.

(Sollte man ja momentan sowieso etwas öfters machen).

6) Krause Barthaare bändigen:

Gerades Wachstum deiner Barthaare kannst du mit diesen Tipps „begradigen“:

•  nach dem Duschen mit mittlerer Hitze föhnen

•  mit Bartbürste die Haare kämmen

• Sulfatfreies Shampoo benutzen

• Cremes mit Aloe Vera

7) Der letzte & wichtigste Punkt:
Die Bartpflege – Bartshampoo, Bartcreme, Balsam oder Bartöl, Bartbürste

Barthaare brauchen ein bisschen mehr deiner Fürsorge als dein Kopfhaar, weil sie widerspenstiger sind.

Auch die Gesichtshaut braucht andere Pflege als deine Kopfhaut.

Entscheide dich deshalb für die richtige Pflege:

Bartshampoo:

Benutze am besten ein schonendes Shampoo für deinen Bart.

So einfach wie möglich gehalten, ohne Silikone und Parabene (Dinge, über die sich sonst nur die Ladies Gedanken machen).

Wichtig:
Bartwäsche nicht täglich, sondern nur 2-3x pro Woche.

Auf gar keinen Fall Duschgel dafür benutzen, das macht die Haare eher kratzig!

Es gibt auch spezielle Bartshampoos, die genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Z.B. solch ein Shampoo.

Oder als Alternative natürliche Bartseife.

Bartöl – wichtig wie das Motoröl für dein Auto

Ein paar Tropfen reichen schon, um deiner Haut Feuchtigkeit zurückzugeben.

Netter Nebeneffekt:
Dein Bart wird weicher, glänzender und riecht angenehm.
(Was auch den Frauen gefallen dürfte).

Dadurch wirkt es kratzigen Haaren, Schuppen, Juckreiz und Entzündungen entgegen.

Es gibt auch einige Anbieter, die dem Öl UV-Schutz oder Vitamin E hinzufügen.

Am besten massierst du das Bartöl regelmäßig nach dem Duschen in den trockenen Bart ein.

Ultra hilfreich:
1x pro Woche Öl-Kur. Bedeutet, das Öl vorher leicht anzuwärmen. (Purer Luxus für die Haut und den Bart, gerade am Anfang richtig gut!).

Immer mehr Männer suchen im Internet:

Bart juckt Olivenöl eine Alternative?

Schädlich ist es nicht, allerdings finde ich auch den Geruch von Olivenöl unter der Nase nicht toll.

Olivenöl gehört für mich in die Pfanne oder in den Salat, aber nicht in den Bart.

Besser sind spezielle Öle für deinen Bart, die deine Bedürfnisse optimal abdecken.

Diese pflegen noch besser und riechen auch noch angenehm männlich.

Dieses hier ist meine Empfehlung für ein echtes Premium-Bartöl.

Bartcreme oder Bartbalsam

Wenn du noch kurze Barthaare hast oder auf Dauer kurzen Bart tragen willst, kannst du auch spezielle Feuchtigkeitscremes benutzen.

Die beruhigen deine Haut und versorgen sie mit Nährstoffen.

Auch so sorgst du für Beruhigung, Glanz und Anti-Schuppen/Juckreiz-Wirkung.

Auch ein Bartgel könnte eine gute Möglichkeit für dich sein.

Massiere die Creme oder den Balsam nach der Bartreinigung in deine Haut und deinen Bart ein.

Auch hier sehr hilfreich:

Wenn Du nach dem Einmassieren ein feuchtheißes Tuch auf deinen Bart legst, holst du mehr Tiefenwirkung aus der Creme raus.

Bei längeren Bärten ist Öl immer besser als eine Lotion und Cremes.

Bei sehr kurzen Bärten sorgt Öl allerdings eher für einen fettigen Film.

Die Bartbürste

Mit Bartbürsten kannst du krause Barthaare glätten und von Schmutz, Haaren, Hautschüppchen oder Essenresten befreien.

Außerdem bekommt dein Bart ein glänzendes Finish!

Beim Kauf sei lieber wählerisch.

Mein Tipp:
Achte auf eine Bürste mit echten Wildschweinborsten.

Natürliche Borstenhaare regen deine Talgproduktion an, weil sie das körpereigene Fett in den Barthaaren verteilen.

Sehr pflegend und durchblutungsfördern!

Solche Naturborsten-Bürsten werden auch von Frauen immer mehr genutzt, weil sie die beste natürliche Kur für die Haare sind und das Haarwachstum sehr effektiv fördern können.

Wichtig:
Die Bartbürste auf jeden Fall 1x pro Woche reinigen.

Erst alle Haare mit einem Kamm aus der Bürste holen und sie nach mit warmem Wasser und Shampoo ausspülen.

Auch kann die Bartbürste sehr hilfreich sein, wenn du deinen Bartwuchs vermehrt anregen willst.

(Sie hat eine durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut, wodurch deine Barthaar-Follikel noch mehr stimuliert werden können.)

Eine hochwertige und stabile Bartbürste, die ich dir empfehlen kann, findest du hier.

8) Achtung bei deinem Rasierer!

Elektrische Rasierer sind leider nicht gut zu reinigen und können so für dein Bartjucken verantwortlich sein.

Für deine Bartkonturen ist die Nass-Rasur am besten, zum Trimmen empfehle ich dir einen Rasierhobel.

Auch wenn Hobel ein bisschen teurer sind, lohnt es sich.

Die Barthaare werden damit sauber abgetrennt, ohne dass an der Wurzel gezogen wird.

Wichtig sind in jedem Fall scharfe Klingen.

Frage dich folgendes, bevor du zu Rasierer oder Trimmer greifst:

Wenn du dich nicht für einen 5-Tage, 7-Tage oder 10-Tage Bart entschieden hast, musst du deine Barthaare ca. 4-6 Wochen wachsen lassen, um einzuschätzen, ob deine gewünschte Bartform zu dir passt und ausreichend Bartwuchs zu erwarten ist.

(Hier können in einigen Fällen Bartwuchsmittel helfen.

Am besten finde ich das Konzept von Joe’s Finest.)

Deinen Konturenübergang kannst du ab der 2. Woche mit einem Rasierhobel oder einem Rasiermesser schön präzise formen.

Ein Rasierhobel ist günstig und einfach zu handhaben, aber du musst regelmäßig die Klingen wechseln.

Ein Rasiermesser würde ich dir nur als „Fortgeschrittener“ empfehlen.

Du musst präzise und sicher damit umgehen können, sonst verletzt du sich sehr leicht.

Auch eine Erfahrung, die ich natürlich machen musste.

Ich habe gefühlt alles mitgenommen, was geht! 

(Die Griffschale sollte unbedingt ergonomisch geformt sein, sonst wird es noch schwieriger!)

Außerdem sollte die Messerschärfe optimal sein, z.B. aus Carbon- oder Damast-Stahl.

So, mein Lieber! Du hast nun alles an der Hand, um dich in eine gepflegte und juckfreie Bartzucht zu stürzen!

Fazit:

Ich fasse für dich nochmal das Wichtigste zusammen:

1) Aufhören zu kratzen!

➽ Es führt nur zu mehr Jucken und reizt deine Haut noch mehr

 

2) Nicht zu stark trockenrubbeln

➽ Nach dem Duschen Bart auf jeden Fall trocken, aber mit dem Handtuch nur trockentupfen

3) Nicht an den Barthaaren ziehen

➽ Kann nämlich zu unregelmäßigem Bartwuchs führen

 

4) Nicht zu heiß duschen und Waschen

➽ Zu heißes Wasser reizt die Haut


5) Häufiger Händewaschen als sonst

➽ Unterstützt dich im Kampf gegen juckreizverursachende Bakterien


 

6) Krause Barthaare bändigen

➽ Barthaare auf mittlerer Hitze föhnen, mit Bartbürste kämmen, sulfatfreies Shampoo und Cremes mit Aloe benutzen

 

7) Bartpflege:

➽ Bartshampoo, Bartcreme, Balsam und Bartöl – natürliche Shampoos, die nicht reizen, Bartöl für mehr Feuchtigkeit (oder Bartcremes bei kurzem Barthaar), Bartbürste für Schmutz- & Schuppenbefreiung

 

 

8) Augen auf beim Equipmentkauf!

➽ Erstmal mindestens 4-6 Wochen wachsen lassen, dann mit Rasierhobel Konturen präzise formen.

Elektrische Rasierer sind aufgrund der schlechten Reinigungsmöglichkeit nicht besonders empfehlenswert (Evtl. mit Bartwuchsmittel nachhelfen, Lücken auszumerzen).

Regelmäßiges Klingenwechseln! Rasiermesser nur für Erfahrene (Am besten aus Carbon- / Damast-Stahl)