Zuerst kann Mann es kaum erwarten bis die ersten Barthaare sprießen. Etwa 40 Jahre später stellen viele Männer fest, dass sich ihr Bartwuchs verändert und sich nun entgegensetzt zum Kopfhaar verhält. Oben bilden sich die ersten Geheimratsecken und das Haar wird lichter, im Gesicht jedoch wird der Bart immer voller. Tatsächlich verändert sich der Bartwuchs im Laufe der Zeit und kann interessanterweise im fortgeschrittenen Alter zunehmen. Doch woran liegt es, dass sich der Bartwuchs im Alter verstärkt statt abzunehmen?

Barthaare entstehen unter dem Einfluss von Hormonen

Barthaare sind noch nicht mit der Geburt vorhanden. Sie bilden sich erst unter dem Einfluss von Hormonen. Bei den meisten Männern beginnt der Bartwuchs zwischen dem 14. und 19. Lebensjahr. Ab der Pubertät beginnt das Hormon Testosteron die männliche Entwicklung zu beeinflussen und damit auch den Bartwuchs. Die Ausprägung des Bartwuchses ist zum einen genetisch bedingt und zum anderen vom körpereigenen Testosteron abhängig. Je mehr Testosteron der Körper produziert, umso stärker der Bartwuchs.

Bleibt das auch im Alter so?

Bartwuchs im AlterJa, ältere Männer, die auch im Alter noch viel Testosteron produzieren, dürfen sich häufig über einen vollen und dicht gewachsenen Bart freuen, zumindest, wenn sie Bartträger sind. Aber freuen sie sich auch automatisch über dichtes Kopfhaar? Nein, denn interessant ist, dass ein voller Bart im Alter keineswegs auch volles Kopfhaar bedeutet. Nicht selten haben ältere Männer einen dichten Bart, aber nur spärliches bis gar kein Kopfhaar. Auch wenn ein starker Bartwuchs im Alter keineswegs einen Zusammenhang zur Kopfbehaarung hat, geht er doch oftmals einher mit einer relativ stark ausgeprägten Körperbehaarung. Ein sehr starker Bartwuchs ist nicht selten mit einer starken Brustbehaarung und sogar manchmal einer starken Behaarung an den Armen, Schultern und auf dem Rücken verbunden.

Den Bartwuchs im Alter verstärken?

Warum nicht? Männer, die in fortgeschrittenem Alter nicht mit ihrem Bartwuchs zufrieden sind, können durchaus versuchen den Bartwuchs zu fördern und zu verstärken. Es sagt doch keiner, dass Mann im Alter alles hinnehmen muss wie es die Natur gegeben hat. Man kann auch im Alter den Bartwuchs fördern, zum Beispiel mit Bartwuchsmitteln. Sinkt der Testosteronspiegel im Alter und nimmt damit der Bartwuchs ab, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt, der den Testosteronspiegel kontrollieren und bei Bedarf eine Testosteron-Therapie verschreiben kann.

Die Alternative für einen schönen Bartwuchs im Alter- Minoxidil

Alternativ kann man auch auf das frei verkäufliche Bartwuchsmittel Minoxidil setzen, das den Bartwuchs fördern und beschleunigen soll. Wissenschaftlich bewiesen ist das noch nicht. Dazu fehlen noch entsprechende Studien. Aber das ist bei vielen Dingen der Fall und dennoch erzählen tausende Anwender von der Wirksamkeit. Mann muss nur ein bisschen Geduld mitbringen, denn Minoxidil wirkt erst nach 12 Wochen kontinuierlicher Anwendung. Setzt dann der Erfolg ein, können sich auch Senioren über einen stattlichen Bartwuchs freuen. Eine Garantie für einen schönen Bartwuchs im Seniorenalter gibt natürlich auch Minoxidil nicht. Aber das kann auch keine Testosteron-Therapie, denn auch diese Form den Bartwuchs zu fördern ist lediglich ein Versuch, der aber keine 100%iger Sicherheit geben kann. Klappt das alles nicht, trägt Mann im Alter entweder einen schönen, sehr kurz gehaltenen Bart oder erfreut die Damenwelt mit einem glatt rasierten Gesicht.