Wenn Frauen unter Bartwuchs leiden, dann ist das oft mehr als nur ein kosmetisches Problem. Der Damenbart ist in unserer Gesellschaft ein No-Go und viele Frauen leiden psychisch unter ihrem Bartwuchs. Wie entsteht Bartwuchs bei Frauen & welche Methoden helfen wirklich den gehassten Haarwuchs wieder loszuwerden? Und warum nimmt im Alter die Körperbehaarung bei Frauen zu, aber die Kopfbehaarung ab?

➥ Verantwortlich sind meistens die Hormone, die vieles im Körper steuern und leider auch so etwas auslösen können.

 

Ursachen für den Bartwuchs bei Frauen
➥ woher kommt’s?

Bart bei Frauen

Wenn Frauen unter männlichem Bartwuchs leiden, lautet der Fachbegriff „Hirsutismus“ und ist hormonell begründet. Doch tatsächlich sind sowohl Männer als auch Frauen am ganzen Körper mit sehr kleinen und feinen Härchen ausgestattet. An einigen Stellen etwas mehr und an anderen etwas weniger. Bei dunkelhaarigen Frauen tritt das Problem des Damenbartes viel sichtbarer auf, weil die dunklen Haare auf der Haut sehr viel deutlich sichtbarer sind als es bei blonden Haaren der Fall ist. Meistens ist der Grund für Hirsutismus eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf Androgene.

Die männlichen Sexualhormone Androgene sind der Auslöser für die Körperbehaarung. Reagieren die Haarfollikel besonders sensibel auf die Androgene, wachsen Haare, dort wo sie bei Frauen eigentlich nicht wachsen sollten. Eine weitere Ursache kann das Alter sein. Im Alter sinkt der Anteil weiblicher Sexualhormone und die Androgene können stärkeren Einfluss nehmen.


Tägliche Rasur ist keine Lösung!

➥ Sind nur ein paar Härchen auf der Oberlippe sichtbar, lassen die sich in regelmäßigen Abständen einfach wegzupfen. Bei ausgeprägtem Hirsutismus ist das aber keine Lösung und auch tägliches Rasieren führt nicht zum gewünschten Erfolg. Die nachwachsenden Haare fallen bei dunklem Haar durch einen Bartschatten auf und stören dann kosmetisch ebenso wie der Damenbart. Viele Frauen haben das Gefühl, dass die Rasur den Bartwuchs verstärkt. Das ist aber nur ein subjektives Gefühl. Selbst die tägliche Rasur würde den Bartwuchs bei Frauen nicht verstärken.

➥ Eine Alternative zum Rasieren ist die Wachsepilation, die die Frauen auf jeden Fall in einem Kosmetikstudio machen lassen sollten. Am effektivsten ist die Haarentfernung per Laser oder IPL. Leider sind diese Methoden der Haarentfernung recht teuer, erfordern ein wenig Geduld, da mehrere Sitzungen durchgeführt werden müssen und irgendwann wachsen die Haare wieder nach.

➥ Die dritte Möglichkeit den Bartwuchs bei Frauen in den Griff zu bekommen ist ein Besuch beim Hautarzt. Er kann die medikamentöse Haarentfernung empfehlen und eine Creme verschreiben, deren Wirkstoff in den Haarstoffwechsel eingreift & die Haare feiner werden lässt.


Hirsutismus mit Hormonen behandeln

Ist der Leidensdruck bei den betroffenen Frauen sehr hoch, kann Hirsutismus auch mit Hormonen behandelt werden. In diesen Fällen wird der behandelnde Arzt wahrscheinlich Antiandrogene verschreiben, die den männlichen Hormonen entgegenwirken und so den Bartwuchs bei Frauen eindämmen, bzw. beseitigen. Leider sind all diese Medikamente nicht ganz ohne Nebenwirkungen, so dass betroffene Frauen gemeinsam mit ihrem Arzt die Verwendung besprechen sollten. (Möglich sind z.B: Schädigungen eines ungeborenen Kindes bei schwangeren Frauen oder Leberschädigungen, die irreversibel sind. Hier muss man sich genau überlegen, ob der Nutzen das Risiko überwiegt!)

 

Bartwuchs & Haarwuchs bei Frauen im Alter

Damenbart Bartwuchs

Etwa ab dem 40. Lebensjahr verändert sich bei vielen Frauen das Haar. Das liegt an der zurückgehenden Produktion des Hormons Östrogen. Interessanterweise wird das Kopfhaar weniger, während die Körperbehaarung zunimmt. Das liegt am Nachlassen der Produktion des Hormons Östrogen, wogegen das männliche Hormon Testosteron weiterhin wie gewohnt produziert wird. Es gewinnt also Oberhand und löst die zunehmende Körperbehaarung aus. In der Regel verschwinden die Beschwerden nach den Wechseljahren wieder, die meistens ca. 10 Jahre dauern. Es kann auch in diesem Fall das Hormon Östrogen verschrieben werden, das die fehlende Produktion des Körpers ausgleicht. Aber so etwas besprechen die Frauen am besten mit ihrem Arzt.